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Verhaltensauffälligkeiten

Normalerweise läuft die Verständigung mit unseren Samtpfoten meist wie von selbst. Dennoch kann es vorkommen, dass wir die Signale der kätzischen Mitbewohner nicht mehr verstehen. Häufig gehen wir von unserem menschlichen Empfinden aus, wenn das Verhalten unserer Katze deuten. Die Folge ist eine gestörte Kommunikation zwischen Mensch und Tier. Diese Missverständnisse können zu Verhaltensauffälligkeiten bei der Katze führen, die das Zusammenleben mit ihr zeitweilig erheblich stören.

Je früher Sie handeln und sich Unterstützung holen, desto größer sind die Erfolgsaussichten.

Häufige Verhaltensauffälligkeiten sind zum Beispiel:

Unsauberkeit (Urinieren und Kot absetzen außerhalb der Katzentoilette). Die Wohnungshaltung von Katzen ist vor allem auch deshalb so beliebt, weil sich diese mit dem angebotenen Katzenklo zufrieden geben. Probleme mit dem Ausscheidungsverhalten entstehen häufig durch Managementfehler, die durch einfache Anpassungen und Änderungen im Zusammenhang mit dem „stillen Örtchen“ behoben werden können.

Markieren: Beim Markierverhalten werden Gerüche und Pheromone an Objekten oder Sozialpartnern verteilt. Das gehört zum normalen Verhalten einer Katze. Es kann sich jedoch durch verschiedene Auslöser so verselbstständigen, dass das Markieren wahllos mehrmals täglich an verschiedenen Stellen geschieht. Es erfüllt nicht mehr den eigentlichen Zweck und ist für den Halter sehr belastend.

Angst und Meideverhalten  (vor bestimmten Umweltreizen, anderen Tieren oder Menschen): Angststörungen können sich durch unterschiedliche Verhaltensweisen der Katze zeigen, wie Flucht, Vermeiden der angstauslösenden Situation, Aggression, Immobilität oder Beschwichtigung.

Probleme im Mehrkatzenhaushalt: Die sozialen Beziehungen im Mehrkatzenhaushalt können zu problematischem Verhalten der Tiere führen. Nicht jede Katze ist für das Leben in einer Gruppe geeignet.

Kratzen an Möbeln oder Tapeten: Das Kratzen dient nur zweitrangig zur Krallenpflege. Die hauptsächliche Motivation ist die Funktion des Markierens, durch Duftstoffe und optische Signale. Das gehört zum normalen Verhalten, kann jedoch durch verschiedene Auslöser extrem verstärkt sein und für den Halter unkontrollierbar wirken.

Übermäßiges Vokalisieren: Die stimmlichen Äußerungen der Katze haben eine große Bandbreite, miauen, schnurren, gurren, fauchen, jaulen oder singen.
Das Miauen wird in erster Linie dem Menschen gegenüber geäußert. Es reicht vom einfachen mie bis zum langgezogenen Geschrei. Stereotypes Miauen kann eine Verhaltensauffälligkeit sein, die häufig durch den Besitzer unbewusst verstärkt wird.

Regelmäßiges Stören der Nachtruhe: Manchmal passt der Tagesablauf des Menschen nicht mehr zum Katzenrhythmus, weil die die bevorzugte Jagdzeit der Samtpfoten die Dämmerung ist und sie auch nachts gerne mal aktiv sind.

Aggressives Verhalten (gegen Katzen oder Menschen): Aggressives Verhalten kann in verschiedenen Zusammenhängen auftreten und auf ganz unterschiedliche Auslöser zurückzuführen sein.

Störung der Nahrungsaufnahme, Stereotype Verhaltensweisen wie ständiges Lecken, Wolle saugen oder Schwanzjagen: Man spricht von „Pica“, wenn Katzen an Textilien oder nicht geeigneten Materialien saugen. Häufig wird Wolle bevorzugt, es können aber auch andere Materialien sein. Allgemein ist das Saugen nicht schädlich für die Katze. Das Fressen von unverdaulichen Substanzen kann jedoch zu schweren Störungen im Magen-Darm-Trakt führen. Ursache kann eine erblich Vorbelastung sein, oder zu früh von der Mutter entwöhnte Kätzchen können diese Ersatzhandlung beibehalten.Das Schwanzjagen gehört bei kleinen Kätzchen zum Spielverhalten. Treten später solche Angriffe auf den eigenen Schwanz auf, sind nicht selten Selbstverletzungen die Folge. Die Ursachen können organisch oder psychisch sein.

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